Malariaschutz in den Tropen

Die Übertragung der gefürchteten Tropenkrankheit erfolgt durch Stiche von blutsaugenden Mücken, in Brasilien handelt es sich dabei meist um die in der Regel nachts besonders aktiven Anopheles-Mücken.

Liegt kein Impfschutz vor und erfolgt auch keine umgehende Behandlung, so verläuft die Krankheit Malaria tropica meist tödlich. Es ist übrigens auch möglich, dass die Krankheit erst einige Wochen oder Monate später ausbricht. Sollte man also während oder kurz nach eines Aufenthalts an Fieber erkranken, ist es besser, direkt einen Arzt aufzusuchen.

Stechmücke

Ein besonders hohes Malaria-Risiko besteht in Brasilien vor allem in den Wald- und Siedlungsgebieten der Bundesstaaten Amapá, Acre, rondonia, Roraima, Amazonas sowie in den Tälern an den Flüssen Javari, Madeira, Solimoes, Purus, Maranhao, Mato Grosso, Tocantins, Pará und Negro.

Generell sind die Gebiete an Flussläufen kritisch. Ein mittelhohes Risiko besteht in den ländlicheren Regionen rund um größere Städte der oben genannten Bundesstaaten sowie auch in der Gegend Ilha de Marajo. Relativ gering ist das Risiko dagegen in den Ballungszentren von Manaus, Boa Vista, Santarém, Marabá und Porto Velho. Als sehr sicher gelten die Städte an der Ostküste des Landes, wie beispielsweise in Fortaleza und Foz de Iguacu.

Grundsätzlich ist es Reisenden zu empfehlen, sich frühzeitig vor Reiseantritt mit entsprechenden Medikamenten versorgen zu lassen. Am besten ist es, sich hierfür mit einem Tropenmediziner in Verbindung zu setzen.

Zur Prophylaxe von Malaria sind auf dem deutschen Markt inzwischen zahlreiche Medikamente erhältlich, die allerdings rezeptpflichtig sind. Dazu zählen beispielsweise die Medikamente Lariam, Malarone oder Doxycyclin.

Auf eventuelle Allergien bzw. Unterverträglichkeiten muss natürlich geachtet werden - auch deshalb ist es unbedingt zu empfehlen, sich von einem Tropenmediziner beraten zu lassen. Dieser kann anhand des Reiseprofils schnell erkennen, welcher Schutz notwendig ist.

Beachten Sie allerdings, dass einige Medikamente schon frühzeitig eingenommen werden sollten - eine frühzeitige Beratung ist daher erforderlich, um optimal geschützt und sorglos in das Abenteuer Brasilien starten zu können.