Brasilien mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Das öffentliche Verkehrsnetz ist in Brasilien erstaunlich gut ausgebaut: Abgesehen vom tiefen Amazonasbecken deckt das Busnetz beispielsweise bereits großflächig die meisten Ortschaften und Städte ab. In der Regel werden die Abfahrtszeiten eingehalten, auch die Busse lassen sich in Brasilien im Hinblick auf Sauberkeit und Modernität mit den deutschen vergleichen.

Vor allem in den Ballungszentren wie Rio de Janeiro, Sao Paulo oder Curitiba ist das Busnetz an 24 Stunden täglich in Betrieb - und zwischen den einzelnen Städten pendeln sie ungefähr im Takt von 15 Minuten. Es kommt nur in Ausnahmefällen vor, dass Passagiere zwischen zwei Großstädten den Bus wechseln müssen, da fast jede größere Stadt inzwischen mit einem Fernbusbahnhof ausgestattet ist, von dem aus täglich zahlreiche Busse starten.

Gleis

Innerhalb Brasiliens gibt es somit auch zahlreiche Busunternehmen, gerade in den Metropolen ist die Konkurrenz zwischen ihnen sehr groß. Es lohnt sich für Reisende also in jedem Fall, vor dem Antritt einer längeren Fahrt die Preise zu vergleichen. Grundsätzlich existieren drei Kategorien bei den Fernbussen, die an Bord meist mit einer Toilette ausgestattet sind. Sogenannte executivo Busse sind sehr komfortabel und häufig sogar mit Liegesitzen ausgestattet. Die Tickets kosten hier allerdings schnell rund 30% mehr, dafür ist die Fahrt allerdings schneller und stressfreier. Die günstigere Lösung ist ein Schlafwagen, der leito genannt wird. Noch preiswerter ist der comum, doch selbst diese Busse sind mit gemütlichen Sitzen und Klimaanlage ausgestattet.

In Millionenstädten wie Sao Paulo und Rio de Janeiro gibt es natürlich weitere öffentliche Verkehrsmittel, wie beispielsweise die U-Bahn. Sie ist gerade in Stoßzeiten ein zeitsparendes Fortbewegungsmittel. Vorsichtig sollten Reisende in Brasilien allerdings mit Wertsachen sein: Diebstahl ist im Bus keine Seltenheit. Wer Geld, Handy und Co. mitführen möchte, sollte daher darauf achten, sie sicher untergebracht zu haben und stets nah am Körper zu tragen, um kein unnötiges Risiko einzugehen.